Gedenken an Todesmarsch aus KZ Lieberose

6. Februar 2023

Das Gedenken an den Todesmarsch aus dem KZ Lieberose findet am Donnerstag, den 09.02.2023, um 18:30 Uhr auf dem Friedhof in Drewitz statt. Der Todesmarsch aus dem nahe Cottbus gelegenen KZ Lieberose führte nach Oranienburg in das KZ Sachsenhausen und durchquerte neben vielen anderen Orten auch Potsdam.

Das Gedenken findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus in Potdsdam. Zugleich ist das Gedenken in Potsdam-Drewitz die Abschlussverastaltung der Reihe.

Eigener Gedenkort für die Opfer des Nationalsozialismus in der Lindenstraße 54

27. Januar 2023

In einer Pressemitteilung fordert die VVN-BdA Potsdam einen eigenen Gedenkort für die Opfer des Nationalsozialismus.

Wir halten den Ort der Gedenkstätte Lindenstraße 54 in der Potsdamer Innenstadt prinzipiell für einen guten Erinnerungsort, auch in Bezug auf die Opfer des Nationalsozialismus. In der heutigen Gedenkstätte Lindenstraße waren zwischen 1933 und 1945 das Potsdamer Erbgesundheitsgericht und ein Gefängnis für politisch Verfolgte des NS-Regimes, darunter teilweise der Volksgerichtshof.

Ein Gedenken wie am heutigen 27. Januar, dem Internationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus und der an die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau erinnert, der seit Jahren von der Landeshauptstadt Potsdam an der Plastik „Das Opfer“ durchgeführt wird, halten wir jedoch für grundlegend falsch und ist ein Schlag ins Gesicht der Opfer und ihrer Hinterbliebenen. Wir, als Interessvertretung der Opfer des Nationalsozialismus, verdeutlichen noch einmal die Wichtigkeit eines eigenen Gedenkortes für die Opfer des Nationalsozialismus in derGedenkstätte Lindenstraße 54.

Gedenken an John Schehr und Genossen

25. Januar 2023

Am 2. Februar jährt sich der Mord an John Schehr und Genossen am Kilometerberg in Berlin-Wannsee. Aus diesem Anlass führen die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/ Verband der Antifaschistinnen und Antifaschisten e.V. (VVN-VdA) aus Berlin mit der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) Landesverband Brandenburg und Ortsvereinigung Potsdam am Sonnabend, den 04. Februar 2023, um 11 Uhr am Gedenkstein am Schäferberg die traditionelle Gedenkkundgebung durch.

Von Haltestelle Glienicker Brücke (Potsdam) um 10:45 Uhr mit dem Bus 316 (Richtung S Wannsee), Ankunft Haltestelle am Schäferberg (Berlin) um 10:49 Uhr.

Von Haltestelle S Wannsee (Berlin) um 10:47 Uhr mit dem Bus 316 (Richtung Glienicker Brücke), Ankunft Haltestelle am Schäferberg (Berlin) um 10:54 Uhr.

Gedenken an die Befreiung des KZ Auschwitz-Birkenau

20. Januar 2023

Am 27.01.2023 jährt sich der 78. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau. Für die Gedenkveranstaltung treffen wir uns um 16 Uhr auf dem Platz der Einheit am Mahnmal für die Opfer des Faschismus. 

Das Gedenken findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus in Potsdam statt.

Veranstaltungsreihe im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus in Potsdam

8. November 2022

Um die Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte weiter voranzutreiben, hat sich in diesem Jahr in Potsdam ein Bündnis gebildet. Unter dem Namen „Netzwerk Erinnerungsarbeit“ haben sich die Emanzipatorische Antifa Potsdam (EAP), die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Ortsgruppe Potsdam (VVN-BdA) sowie das Projekt „Erinnerungsorte Brandenburg“ zusammen gefunden. Das Netzwerk Erinnerungsarbeit hat eine Veranstaltungsreihe im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus in Potsdam auf die Beine gestellt. Die Veranstaltungsreihe beginnt am 09.11.2022 und endet am 09.02.2023.

Mit einer Veranstaltungsreihe soll auf unterschiedlicher Weise eine aktive Gedenkkultur gestaltet werden. Der Schwerpunkt wird hierbei auf jüdischem Widerstand und Selbstorganisierung liegen, sowie auf der persönlichen Auseinandersetzung mit der eigenen Familiengeschichte.

Den Auftakt der Veranstaltungen bildet das Gedenken an die Novemberpogrome 1938 am 09.11.2022. Dieses findet um 19 Uhr am Mahnmal für die Opfer des Faschismus am Platz der Einheit statt.

Am 26.11.2022 folgt der Workshop „Der Nationalsozialismus in Familie und Gesellschaft: Wege zur eigenen Recherche“ von Dr. Johannes Spohr.

Der Nationalsozialismus wirkt auf vielfältige Weisen bis in die heutige Gesellschaft hinein. Viele fragen sich heutzutage, welche Rollen ihre Familienangehörigen, Bekannten, KollegInnen oder Vereinsmitglieder während dieser Zeit innehatten. Wer sich auf den Weg der Recherche begibt, ist nicht immer im Besitz umfangreicher Dokumente. Manchmal liefern Erzählungen aus der Familie erste Anhaltspunkte. Einige beginnen die Suche ohne jegliches Vorwissen. Auch das ist möglich, denn Archive und Institutionen bieten heute zahlreiche Möglichkeiten, den eigenen Fragen nachzugehen. Doch wie gelange ich an welche Informationen? Und wie sind die Ergebnisse zu verstehen? Diesen Fragen können die TeilnehmerInnen sich im Workshop mit professioneller Anleitung und Unterstützung widmen. Der Historiker Johannes Spohr leitet durch den Tag, liefert Grundlagen, Anregungen und Tipps und geht auf individuelle Fragen zur Recherche ein.
Anmeldung unter: gedenken-in-potsdam@riseup.net

Im neuen Jahr geht es dann am 18.01.2023 um 19 Uhr im HausZwei mit dem Vortrag von Prof. Dr. Andrea Löw weiter. Der Vortrag beschäftigt sich mit der Selbstbehauptung und dem Widerstand von Jüdinnen und Juden während des Holocaust.

„Die Hauptsache, daß mein Traum verwirklicht ist. Ich habe es erlebt, eine Widerstandsaktion im Warschauer Getto. In ihrer ganzen Pracht und Größe“ Dies schrieb Mordechai Anielewicz, der Kommandant der Jüdischen Kampforganisation, während des Aufstands im Warschauer Getto kurz vor seinem Tod an einen Freund. Dieser Aufstand wurde zum Symbol der jüdischen Auflehnung gegen das NS-Regime. Die Bedingungen für Widerstand waren jedoch ungeheuer schwierig und so kam es nur selten zu bewaffneten Revolten. Dennoch: Jüdinnen und Juden in Europa haben sich auf verschiedene Art und Weise den Nationalsozialisten widersetzt. Im Vortrag werden die Bedingungen und Probleme von jüdischem Widerstand diskutiert und, mit einem Schwerpunkt auf dem besetzten Polen, verschiedene Formen der Auflehnung und der Selbstbehauptung von Jüdinnen und Juden dargestellt.

Am 27.01.2023 jährt sich der 78. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Für die Gedenkveranstaltung treffen wir uns um 16 Uhr auf dem Platz der Einheit am Mahnmal für die Opfer des Faschismus.

Am 01.02.2023 um 19 Uhr geben Julia Kleinschmidt und Nina Zellerhoff vom Moses Mendelssohn Zentrum für Europäisch-Jüdische Studien im KuZe (Hermann Elflein Str. 10) einen Input zur „Hachschara als Erinnerungsort. Digitale Erschließung und Vermittlung am Beispiel Brandenburgs“.

Am 09.02.2023 findet der Abschluss der Veranstaltungsreihe im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus statt. Zum Gedenken an den Todesmarsch aus dem KZ Lieberose treffen wir uns um 18:30 Uhr auf dem Friedhof in Drewitz. Der Todesmarsch aus dem nahe Cottbus gelegenen KZ führte nach Oranienburg in das KZ Sachsenhausen und durchquerte auch Potsdam.

All die Veranstaltungen zeigen die Vielfältigkeit von Gedenken. Wir versuchen uns weiter mit der Geschichte auseinanderzusetzen und Schlussfolgerungen für das Heute zuziehen.

Erinnern-Mahnen-Gedenken

Gedenken zum Todestag des ersten Opfers des Faschismus in Nowawes

1. November 2022

Die Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes, das Filmstadtinferno 99 und die VVN-BdA Potsdam rufen dazu auf, am Todestag von Herbert Ritter, den 12. November, Blumen und Kerzen sowohl an der Gedenktafel, als auch an seinem Grab auf dem Friedhof in der Großbeerenstraße niederzulegen.

Wann: Samstag, 12. November 2022

Wo: Weberplatz / Friedhof Großbeerenstr.

Erinnerungsort der Roten Kapelle in Krampnitz

18. Oktober 2022

Als Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (kurz VVN-BdA) aus Potsdam haben wir aus der Presse die Diskussion um die Erinnerung und das Gedenken an die Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944 bei der Bebauung und Gestaltung des neuen Wohngebietes von Potsdam-Krampnitz zur Kenntnis genommen. Wir begrüßen selbstverständlich das Sichtbarmachen und das Gedenken an NS-Widerstandskämpfer. In diesem Zug fordern wir ebenso – wenn dies nicht schon durch die Landeshauptstadt Potsdam geplant wird – eine würdige Erinnerung und Gedenken an die Mitglieder der sogenannten Roten Kapelle, die mit Potsdam und Krampnitz im Speziellen verbunden ist. Wir halten Krampnitz als einen ehemaligen militärischen Standort für einen adäquaten Ort, um auch den vielseitigen Widerstand gegen das NS-Regime zu erinnern, der nicht nur militärisch geprägt war, sondern wie sich an der Roten Kapelle zeigt, aus einem vielschichtigen Milieu kam und nicht nur rein militärisch geprägt war.

Offener Brief an die Landeshauptstadt Potsdam:

Tag der Erinnerung und Mahnung mit Film-Doku im Thalia

4. September 2022

Der Tag der Erinnerung und Mahnung, der jedes Jahr am zweiten Sonntag des Septembers durchgeführt wird, entsprang nach der Befreiung vom Nationalsozialismus aus der Idee der Überlebenden der Konzentrationslager und Zuchthäuser, einem sogenannten Tag der Opfer des Faschismus zu gedenken. Als Potsdamer VVN-BdA wollen wir die Tradition fortführen und mit dem Tag der Erinnerung und Mahnung der Opfer gedenken sowie Debatten zur Gegenwart führen.

 Am Sonntag, den 11. September 2022, zeigen wir in Kooperation mit dem Kino Thalia um 10.30 Uhr den Dokumentarfilm „Die Aufseherin“. Der Dokumentarfilm thematisiert die Geschichte von Johanna Langefeld, der Oberaufseherin des Konzentrationslagers für Frauen in Ravensbrück sowie des Vernichtungslagers in Auschwitz. Im Anschluss ist ein Filmgespräch mit der Filmemacherin Gerburg Rohde-Dahl geplant. Der Eintritt ist frei.

Zum Film: Die Filmautoren erforschen die Geschichte von Johanna Langefeld, der SS-Oberaufseherin der größten Konzentrationslager für Frauen in Auschwitz und Ravensbrück, die in Krakau ihren Prozess erwartete und am 23. Dezember 1946 mit Hilfe ihrer ehemaligen Gefangenen aus dem Gefängnis Montelupich/Krakau flüchtete. Die Geschichte wurde geheim gehalten, um sowohl die ehemalige SS-Oberaufseherin wie auch ihre polnischen Fluchthelferinnen vor strafrechtlicher Verfolgung zu schützen.

Die Filmautoren sprachen mit polnischen Überlebenden aus dem KZ Ravensbrück, alle äußerten sich sehr positiv über Johanna Langefeld. Zeugenaussagen in früheren Prozessen bestätigen, dass Johanna Langefeld keine Sadistin war, aber eine überzeugte Nationalsozialistin und Anti-Semitin. Sie ordnete harte Strafen an und führte die Selektionen im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück im Rahmen der Mordaktion „14f13“ und in Auschwitz durch.

Auf der Grundlage von Archivmaterial und Aussagen von Zeitzeugen versuchen die beiden Filmautoren aus Polen und Deutschland, sich einer hochrangigen Nazi-Täterin, die gleichzeitig das Leben einzelner Gefangenen gerettet hat, zu nähern. Sie wollen mit der Dokumentation dieser einzigartigen Episode der Nachkriegszeit den Blick auf die deutsch-polnische Geschichte aus beiden Perspektiven erweitern.

Sonntag, 11.09.2022, 10:30 Uhr im Thalia-Kino

Gedenken an Georg Benjamin

22. August 2022

Am 26.08.1942 starb Georg Benjamin nach der offiziellen Mitteilung an seine Frau Hilde im Starkstrom führenden Stacheldrahtzaun des KZ Mauthausen.

80 Jahre später möchten wir über das Leben dieses besonderen Menschen informieren und an seine Verfolgung und Ermordung durch den NS-Staat erinnern.

Georg Benjamin wurde am 10.09.1895 in Berlin in eine wohlhabende jüdische Familie geboren. Er studierte in Berlin und Marburg Physik, Chemie und Medizin. Nach seiner Promotion war er im Roten Wedding in der Säuglingsfürsorge und als Schul- und Kinderarzt des Bezirkes tätig. Benjamin engagierte sich über diese Funktion hinaus in sozial- und gesundheitspolitischen Fragen. So wurde er Mitglied des Sozialistischen Ärztebundes. 1920 trat er der USPD und 1922 der KPD bei. 1929 wurde er in die Bezirksverordnetenversammlung Wedding gewählt. 1931 entließ ihn der sozialdemokratische Bezirksbürgermeister aus dem öffentlichen Gesundheitsdienst.

Nach der Machtübernahme der Nazis nahmen diese Georg Benjamin bereits im April 1933 in sogenannte Schutzhaft. Danach wurde er in Plötzensee und im neuen KZ Sonnenburg inhaftiert. Nach seiner Entlassung im Dezember 1933 folgten Berufsverbot und der Ausschluss aus der Ärztekammer. Er setzte seine Tätigkeit im Widerstand fort. Insbesondere übersetzte er Texte für die illegale KPD.

1936 wurde er erneut inhaftiert und in das berüchtigte KZ Columbia gesperrt. Im Oktober wurde er wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“, zu einer sechsjährigen Zuchthausstrafe verurteilt. Diese Strafe verbüßte er im Zuchthaus Brandenburg-Görden. Von dort kam er zunächst in das sogenannte Arbeitserziehungslager Wuhlheide und wurde 1942 mit dem Vermerk „Rückkehr unerwünscht“ ins KZ Mauthausen verschleppt, wo er im August 1942 kurze Zeit nach seiner Einlieferung starb.

Sein Grab befindet sich heute auf dem Wilmersdorfer Waldfriedhof in Stahnsdorf.

Zum Gedenken an Georg Benjamin laden wir Interessierte am 26.08.22 um 17 Uhr herzlich an den Eingang des Wilmersdorfer Waldfriedhofes am Ende der Bahnhofstraße in Stahnsdorf ein.

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Landesvorstände Berlin und Brandenburg

Mauthausen Komitee Deutschland

Gedenken an den Tag der Befreiung in Potsdam

9. Mai 2022

Die VVN-BdA hat an zwei Potsdamer Veranstaltungen zum Gedenken an den Tag der Befreiung teilgenommen.

Am Vormittag des 8. Mai gab es eine Veranstaltung in Potsdam-Babelsberg, die neben dem Tag der Befreiung auch das Datum des 8. Mai zum Anlass genommen hat, um den 115. Geburtstag von Walter Klausch zu zelebrieren. Walter Klausch war das erste Opfer des Nationalsozialismus im damaligen Nowawes, dem heutigen Babelsberg.

Am Nachmittag folgte schließlich das städtische Gedenken am sowjetischen Ehrenfriedhof am Potsdamer Bassinplatz.

Gedenken zum 8. Mai und an Walter Klausch
Gedenken am sowjetischen Ehrenfriedhof

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