Gedenken an John Schehr und Genossen

21. Januar 2026

Regelmäßig wird Anfang Februar der Ermordung der Antifaschisten und Kommunisten John Schehr, Erich Steinfurth, Eugen Schönhaar und Rudolf Schwarz durch die Nationalsozialisten gedacht. Das Gedenken findet am Schäferberg in Berlin-Wannsee statt, wo sich eine Gedenkstele befindet. Organisiert wird die Gedenkveranstaltung von der VVN-BdA Berlin und der VVN-BdA Potsdam.

Samstag, 7. Februar 2026, 11 Uhr; Kilometerberg/Schäferberg; Berlin-Wannsee (Buslinie 316)

81. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau

7. Januar 2026

Am 27.01.1945 wurde das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee befreit. 81 Jahre später möchten wir gemeinsam mit euch an dieses historische Ereignis erinnern und der Opfer gedenken. Gerade in einer Zeit, in der die Verbrechen der deutschen Geschichte verharmlost, relativiert oder geleugnet werden, ist es umso wichtiger, das Erinnern lebendig zu halten. Nur durch eine bewusste und kontinuierliche Auseinandersetzung mit dem Schrecken der Shoa können wir Lehren für die Gegenwart ziehen. Dieses Gedenken darf sich nicht auf den 27.01. beschränken, sondern muss dauerhaft Teil unseres Handelns sein.

Antisemitismus, Nationalismus und Faschismus sind weiterhin präsent in unserer Gesellschaft. Es liegt an uns allen, sie zu erkennen und ihnen entschlossen entgegenzutreten.

Wir treffen uns am 27.01.2026 um 19 Uhr zur Gedenkveranstaltung am Denkmal für die Opfer des Faschismus auf dem Platz der Einheit in Potsdam.

Wenn möglich, bringt bitte ein oder zwei Gläschen als Behälter für Teelichter mit.

Erinnern – Gedenken – Handeln!

Otto Wiesner – Erinnerung, Lesung und Kurzfilmvorführung

3. Januar 2026

Die Potsdamer Gruppe der VVN-BdA e.V. Land Brandenburg erinnert im Buchladen Sputnik Potsdam an den Widerstandskämpfer und Schriftsteller Otto Wiesner.

Der am 14. August 1910 in Hamborn am Rhein geborene Otto Wiesner lernte den Beruf des Schriftsetzers und war seit seinem 18. Lebensjahr Mitglied der KPD. Ab 1933 war er am Aufbau eines organisierten Widerstandes gegen das Nazi-Regime beteiligt und wurde 1934 von der Gestapo verhaftet. Es folgten Jahre im Zuchthaus und Moorlager. Anschließend war er im KZ Sachsenhausen inhaftiert und wurde 1945 mit „Rückkehr unerwünscht“ in das KZ Mauthausen (Oberösterreich) verschleppt, wo er am 05. Mai 1945 befreit wurde.

Nach 1945 wurde Otto Wiesner Jugendsekretär der KPD im Land Brandenburg, trat in die SED ein und wurde Vorsitzender der Freien Deutschen Jugend (FDJ) Landesverband Brandenburg. In den 50er Jahren wurde er Schriftsteller. Seine Bücher spiegeln Verfolgung und Widerstand sowie Schwierigkeiten und Hoffnung beim antifaschistischen Aufbau nach 1945 wider. Er war aktiv im Sachsenhausen-Komitee und in der Lagerarbeitsgemeinschaft Mauthausen.

Otto Wiesner engagierte sich insbesondere für die Jugend. Als Zeitzeuge war er unermüdlich in Potsdamer Schulen zu Gast. Die Aufklärung von Jugendlichen darüber, was Faschismus bedeutet und die Ermutigung für ein solidarisches Auftreten haben ihn ausgezeichnet.

Gemeinsam wollen wir anlässlich seines 20. Todestages an das Leben und Wirken Otto Wiesners und an seine Werke erinnern.

Kommt am Sonntag, den 01.02.2026 um 11 Uhr in den Buchladen Sputnik (Charlottenstraße 28,
14467 Potsdam).

Der Eintritt ist frei!

Erinnern – Gedenken – Mahnen – Ermutigen.

Keine Anklage des Amtsgerichts wegen Symbol der VVN-BdA

20. Dezember 2025

Das Potsdamer Amtsgericht belangt unser Potsdamer VVN-BdA-Mitglied Bernd Trete nicht juristisch wegen des Symbols des roten Winkels. Dieses Symbol der VVN-BdA war juristisch von der Staatsanwaltschaft Cottbus angeprangert worden, weil man es für das rote Dreieck zur Unterstützung der Hamas hielt. Anbei zwei Artikel vom 19.12.25 aus dem nd.

Potsdam: Anklage wegen roter Drei­ecke zurückgenommen – Amtsgericht verfolgt kein Symbol der Verfolgten des Naziregimes

VVN-BdA: Verunsicherung nach juristischer Farce – Christian Klemm über einen geplatzten Prozess gegen einen Antifaschisten in Potsdam

Aufruf zum Gedenken an die Novemberpogrome

1. November 2025

Am 09.11.1938 und in den folgenden Tagen wurden im gesamten Deutschen Reich Geschäfte, Wohnungen und Synagogen angegriffen, zerstört bzw. niedergebrannt, jüdische Menschen in Konzentrationslager deportiert und ermordet. Der 09. November war ein weiterer, systematischer Schritt auf dem Weg zur Shoah, welche nur durch die militärische Niederlage Deutschlands beendet wurde.

Es ist ein historisches Versäumnis, in der Vergangenheit und auch heute, über latente sowie offene antisemitische Äußerungen hinwegzusehen. Struktureller Antisemitismus wird als solcher oft nicht erkannt oder bagatellisiert. Wir müssen da einschreiten, wo Antisemitismus anfängt – sei es ein Witz, eine Beleidigung oder die Forderung nach der Vernichtung oder dem Boykott des jüdischen Staates Israel.
Nur mit einer aktiven Erinnerungsarbeit können wir uns das Vergangene ins Bewusstsein bringen, mahnen und handeln. Nach wie vor gilt es, jegliche Form des Antisemitismus konsequent zu thematisieren und zu bekämpfen.

Gedenkveranstaltung

Gemeinsam wollen wir anlässlich des 87. Jahrestages an die Schrecken und Folgen der Novemberpogrome erinnern.
Kommt am 09.11.2025 um 19 Uhr zum Mahnmal für die Opfer des Faschismus am Platz der Einheit in Potsdam.

Erinnern – Gedenken – Mahnen

2. Antifaschistische Konferenz der VVN-BdA im Land Brandenburg

8. Oktober 2025

Samstag – 11.10.2025 -10 Uhr im Treffpunkt Freizeit in Potsdam

Über diese Veranstaltung

Gemeinsam wollen wir aktuelle Entwicklungen in der extremen Rechten im Land Brandenburg beleuchten, die Rolle von Frauen in rechten Strukturen diskutieren und mit erinnerungspolitischen Initiativen ins Gespräch kommen.

Programm

10.00 Uhr Begrüßung durch den Landesvorstand

Block 1: Entwicklungen in der extremen Rechten im Land Brandenburg

10.15 Uhr – 12:00 Uhr Neue germanische Medizin und völkische Siedlerprojekte

Referent: Hannes Müller Amadeu Antonio Stiftung

Block 2: Frauen in rechten Parteien und Bewegungen

13:00 Uhr – 15:00 Uhr Frauen in der extremen Rechten

Referentin: Frau Professor Dr. Esther Lehnert, Alice-Salomon-Hochschule, Berlin

Block 3: Erinnerungspolitische Initiativen in Brandenburg

15.30 Uhr – 17.30 Uhr

Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark e.V.(angefragt)

Verein Gedenkstätte KZ-Außenlager Schlieben-Berga e.V. (angefragt)

Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes e.V.

Doku-Film: „Sonst wären wir verloren… Buchenwaldkinder berichten“

29. August 2025

Vorführung des Dokumentarfilms von Peter Rocha (DDR 1983, 44 min.)
17.09.2025, 19:30 Uhr, Buchladen Sputnik (Charlottenstr. 28, 14467 Potsdam), Eintritt frei

Wie konnten Kinder in einem KZ überleben? Weil die Lehrerin Vera Rückert keine wirkliche Antwort auf diese Frage eines Schülers hatte, entstand ein bemerkenswertes Projekt: Zehn Jahre forschten Jugendliche der Erich-Weinert-Oberschule in Eisenhüttenstadt mit ihrer Lehrerin und schrieben Briefe an ehemalige Häftlinge aus ganz Europa, die als Kinder und Jugendliche im KZ Buchenwald inhaftiert waren.

Dieses Engagement beeindruckte Dokumentarfilmer der DEFA, so auch den Regisseur Peter Rocha (1942-2014). Er begleitete die Jugendlichen und ehemalige Häftlinge bei einem Besuch in der Gedenkstätte Buchenwald. Sie erzählen, wie sie als Kinder und Jugendliche durch die Solidarität und den Opfermut anderer Häftlinge überleben und so durch die Befreiung am 11. April 1945 gerettet werden konnten. Zugleich ist der Film Zeugnis des beispielhaften Engagements Eisenhüttenstädter Jugendlicher und ihrer Lehrerin.

Aus Anlass des 86. Jahrestags des Beginns des Zweiten Weltkriegs und aufgrund des Bedürfnisses, sich weiterhin intensiv mit der Geschichte von Faschismus und Holocaust auseinanderzusetzen und angemessene, neue Formen der Erinnerungskultur zu finden, laden die Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg e.V., der VVN-BdA Potsdam und das kommunalpolitische forum Land Brandenburg e.V. ein zur Aufführung des selten gezeigten Dokumentarfilms aus dem Jahr 1983.

Die Filmvorführung begleitet die Ausstellung „Meine jüdischen Eltern, meine polnischen Eltern“, die bis zum 19. September 2025 im Treffpunkt Freizeit (Am Neuen Garten 64, 14469 Potsdam) gezeigt wird.

DEFA-Film „Sterne“ zum Tag der Erinnerung und Mahnung

29. August 2025

Am Tag der Erinnerung und Mahnung, den 14.09.2025, zeigen wir im Babelsberger Thalia Programmkino den DEFA-Film „Sterne“ von Konrad Wolf. Der Film war einer der ersten Filme, der sich in jener Zeit mit dem Holocaust auseinandergesetzt hat. Der Film „Sterne“ ist im Jahr 1959 erschienen und wurde in den 1990er-Jahren zu einem der 100 wichtigsten deutschen Filme gewählt. Am Tag der Erinnerung Mahnung gedenken wir am zweiten Sonntag im September der Opfer des Faschismus. Überlebende der Konzentrationslager und Zuchthäuser begründeten kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs diese Tradition, die wir als VVN-BdA fortführen.

14.09.2025, 11:00 Uhr, Thalia Programmkino Babelsberg, Eintritt frei

Antisemitismus in der AfD – Buchvorstellung

28. August 2025

Antisemitismus ist in der AfD allgegenwärtig. Immer wieder attackiert die Partei unter Rückgriff auf antisemitische Stereotype prominente Vertreterinnen jüdischen Lebens, teilen führende AfD-Funktionärinnen antisemitische Verschwörungserzählungen oder relativieren die Verbrechen des Nationalsozialismus. Trotz der zahlreichen einschlägigen Skandale in ihrer noch jungen Parteiengeschichte wird dem Antisemitis­mus in der Analyse der AfD jedoch kaum Beachtung geschenkt.

In seinem Buch widmet sich Stefan Dietl dieser Leerstelle und beschreibt den Antisemitismus als wesentliches Ideologieelement und Welterklärungsmodell der AfD. Dabei nimmt er die verschiedenen Erscheinungsformen des Judenhasses in der Partei ebenso unter die Lupe wie die Versuche der AfD, sich als Bollwerk gegen Antisemitismus und Fürsprecherin Israels zu inszenieren. Zudem wirft er einen kritischen Blick auf die angebliche Tabuisierung des Judenhasses in der deutschen Gesellschaft und auf die Renaissance des Antisemitismus im öffentlichen Raum.

Organisiert vom AK gegen Antisemitismus in der Berliner VVN-BdA, unterstützt von der VVN-BdA Potsdam sowie vom Buchladen Sputnik und Aktionsbündnis Brandenburg

10.09.2025, 19:30 Uhr, Buchladen Sputnik (Charlottenstraße 28, 14467 Potsdam), Eintritt frei

Gedenken an Hans Otto

8. August 2025

Am 10. August 2025 feiern wir den 125. Geburtstag von Hans Otto – ein Anlass, um auch in diesem Jahr seiner zu gedenken. Im November 1933 wurde Hans Otto von den Nationalsozialisten getötet

Montag, 11.August 18 Uhr

Gedenkveranstaltung im Berliner Bötzowkiez (Hans-Otto-Str./Leiselotte-Herrmann-Str.)

Dienstag, 12. August 11 Uhr

Wilmersdorfer Waldfriedhof in Stahnsdorf (Potsdam-Mittelmark), Kranzniederlegung am Grab von Hans Otto

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