Aktionswoche der Lebenslaute macht Station in Potsdam

21. Juli 2025

Die Lebenslaute sind seit Jahren bundesweit mit Aktionen und klassischer Musik für Menschenrechte und eine gerechtere Welt aktiv. Wir freuen uns, dass sie bei ihrer Aktionswoche vom 2. bis 10. August 2025 mal wieder in Potsdam zu erleben sind.

Unter dem Motto „Mit Pauken und Trompeten gegen Grenzzäune und Raketen“ findet am Samstag, dem 09. August von 11 bis 15 Uhr eine Kundgebung am „Denkmal für den Unbekannten Deserteur“ auf dem Platz der Einheit statt. 19 Uhr gibt es dann das große Konzert in der Französischen Kirche am Bassinplatz.

Mit dabei sind die Seebrücke Potsdam, der Beratungsfachdienst für Migrant*innen, der Verein zur Pflege antimilitaristischer Traditionen in der Stadt Potsdam, die Kampagne gegen Wehrpflicht, Zwangsdienste und Militär, die VVN-BdA Potsdam und die Initiative für das Recht zu kommen, zu gehen und zu bleiben.

Ausstellung wird verlängert

9. Juli 2025

Die Ausstellung „Meine jüdischen Eltern, meine polnischen Eltern“, die derzeit im Potsdamer Treffpunkt Freizeit aufgebaut ist, wird nun bis zum 19. September 2025 verlängert. Die Ausstellung, ein Gemeinschaftsprojekt der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) Potsdam, des kommunalpolitische forums Land Brandenburg und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg, wurde am 12. Juni 2025 eröffnet und sollte ursprünglich nur bis Ende Juli zu sehen sein. Nun gibt es eine Verlängerung über die Sommerferien hinaus.

Ausstellung „Meine jüdischen Eltern, meine polnischen Eltern“

15. Mai 2025

„Meine leiblichen Eltern müssen gewusst haben, dass sie in den Tod gehen; denn sonst hätten sie mich mitgenommen.“
Joanna Sobolewska-Pyz

Anlässlich des 80. Jahrestags der Befreiung laden die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) Potsdam, das kommunalpolitische forum Land Brandenburg und die Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg mit freundlicher Unterstützung durch Treffpunkt Freizeit Potsdam zu einer besonderen Ausstellung ein.

Die Ausstellung „Meine jüdischen Eltern, meine polnischen Eltern“ porträtiert beispielhaft 15 Personen, geboren zwischen 1939 und 1942, die die erschütternde Geschichte ihres Lebens erzählen und von der Suche nach Spuren ihrer jüdischen Verwandten, Namen und Geburtsdaten berichten.

Während der deutschen Okkupation Polens im Zweiten Weltkrieg konnten etwa 5.000 von annähernd einer Million jüdischen Kindern gerettet werden, weil sie von ihren Eltern in die Obhut polnischer Familien gegeben wurden. Die Polinnen und Polen, die sich eines Kindes annahmen, wurden später oft auch seine Eltern. Im Allgemeinen hielten sie die Adoption geheim, einige enthüllten die Wahrheit vor ihrem Tod, andere nahmen sie mit ins Grab.

„Ich wurde etwa 1940 im Ghetto in Boałostok geboren. Das ist alles, was ich über mich weiß. Jahrelang habe ich versucht zu erfahren, wer ich bin – und bin auf keine einzige Spur gestoßen.“
Zbigniew Siwiński

Die Ausstellung wurde von der Assoziation „Kinder des Holocaust“, Polen, gemeinsam mit dem Büro der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Warschau erarbeitet und im Frühjahr 2015 erstmalig im Museum zur Geschichte der polnischen Juden in Warschau präsentiert. Nun ist sie im Treffpunkt Freizeit in Potsdam zu sehen und kann kostenfrei vom 12. Juni bis 25. Juli 2025 montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr sowie samstags und sonntags von 12 bis 18 Uhr besucht werden.

Die Eröffnung findet am Donnerstag, 12. Juni 2025, um 18 Uhr statt. Dr. HOLGER POLITT (Philosoph, Historiker; Warschau) wird in die Ausstellung einführen. Er hat sich u.a. als Leiter des Büros der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Warschau mehr als 20 Jahre intensiv mit der deutsch-polnischen Geschichte beschäftigt. Viele Jahre hat er die in der Ausstellung porträtierten Zeitzeuginnen und Zeitzeugen begleitet.

Gedenken an Befreiung in Potsdam

9. Mai 2025

Bereits am Vormittag des Tages der Befreiung vom Nationalsozialismus wurden durch Mitglieder der VVN-BdA rote Nelken auf die Gräber von Soldaten des sowjetischen Ehrenfriedhofs niedergelegt, wo am Nachmittag das städtische Gedenken stattfand. Am Abend kamen rund 60 Personen zum antifaschistischen Gedenken zum Befreiungstag. Im Fokus stand die Befreiung von Babelsberg, die durch eine Widerstandsgruppe aus Antifaschisten sowie Zwangsarbeitenden und Kriegsgefangenen kampflos erreicht werden konnte. In den Tagen ab dem 24. April konnte Babelsberg durch die 1. Ukrainische Front ohne große Gefechte eingenommen werden. In den Redebeiträgen ging es vor allem um die Potsdamer Erinnerungskultur und fehlende Umsetzungen in ihren Beschlüssen. Die Selbstbefreiung der Zwangsarbeitenden in den großen Lagern wurde thematisiert und die Grünfläche an der Ecke Großbeerenstraße/ Ahornstraße in Wally-Lehnert-Platz umbenannt. Wally Lehnert war eine Antifaschistin, die unter anderem Zwangsarbeitende aufnahm und in einer Widerstandsgruppe aktiv war, die Flugblätter herstellte und für die kampflose Einnahme durch die Rote Armee mit anderen Personen Panzersperren abbaute. Für ihr Wirken wurden symbolische Straßenschilder angebracht. Durchgeführt wurde das Antifaschistische Gedenken durch die Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes, die Omas gegen Rechts und unsere VVN-BdA aus Potsdam.

Antifaschistisches Gedenken zum 80. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus

1. Mai 2025

Den 80. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus nehmen wir zum Anlass, um in Babelsberg zwei öffentliche Plätze nach den beiden Antifaschistinnen und Widerstandskämpferinnen Wally Lehnert und Anna Müller zu benennen. Zudem gedenken wir an den beiden Orten, weil hier lokal eine Widerstandsgruppe aus Deutschen und Zwangsarbeitenden tätig war, die Flugblätter verteilte und mit der Roten Armee zusammenarbeitete. In unmittelbarer Nähe befanden sich zudem die größten Lager von NS-Zwangsarbeitenden in Potsdam.

Donnerstag, 08.05.2025, 19 Uhr
Ecke Großbeerenstraße/Ahornstraße

Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes e.V.
Omas gegen Rechts Potsdam
VVN-BdA Potsdam

Stolperstein für Albert Klink in Babelsberg

29. April 2025

Am Sonntag, den 11. Mai, wird ab 14.45 Uhr in der Spindelstraße 7 ein Stolperstein für den Kommunisten und Antifaschisten Albert Klink verlegt. Vor Ort wird es biografische Informationen zu Albert Klink geben, der am 15. Januar 1940 im Konzentrationslager Sachsenhausen ermordet wurde und an seinem letzten Wohnort einen Stolperstein bekommt. Bereits zuvor werden ab 14 Uhr weitere Stolpersteine in Babelsberg verlegt.

VVN-BdA gedenkt Todesopfer in Neuseddin (PM)

21. April 2025

Die VVN-BdA Potsdam hat zum 80. Jahrestag des Bombenangriffs auf den Güterbahnhof in Neuseddin im Landkreis Potsdam-Mittelmark (PM) der Opfer gedacht. Der Güterbahnhof sowie andere regionale Verkehrsanlagen wurden in den letzten Kriegstagen am 20. April 1945 bombardiert. Es war einer der letzten großen Luftangriffe der US Air Force auf deutschem Boden. Zur Mittagszeit traf die Bombardierung den Bahnhof, wo auf Gleis 58 ein Transportzug von Hunderten Häftlingen aus dem Außenlager Elsnig/Torgau des Konzentrationslagers Buchenwald stand. Im Zug sollen sich bis zu 700 jüdische Gefangene befunden haben, das Ziel des Zuges unbekannt. Rund 300 Personen starben bei der Bombardierung, da die meisten Waggons verschlossen waren und sich in unmittelbarer Nähe ein durch die Bomben getroffener und explodierender Munitionszug befand. Ein Gedenkstein auf dem Neuseddiner Friedhof erinnert an 45 Todesopfer, darunter neben den jüdischen Frauen und Mädchen auch an sowjetische Kriegsgefangene und Zwangsarbeitende.

Gedenkstein auf dem Friedhof
Güterbahnhof Neuseddin (aktuelle Aufnahme)
Thematischer Zeitungsartikel aus der Märkischen Volksstimme 1981

80 Jahre Befreiung und Ende des Zweiten Weltkrieges

27. März 2025

Die Landeshauptstadt Potsdam (LHP) hatte den Anspruch erklärt, mit einem abwechslungsreichen Veranstaltungsprogramm an das Ende des Krieges zu erinnern. In der Planung war die VVN-BdA Potsdam mit dabei und konnte eigene Akzente setzen. Das entstandene Programm ist so vielfältig wie die verschiedenen Erinnerungsinitiativen selbst. Die VVN-BdA Potsdam gehört somit zur städtischen Erinnerungskultur und nimmt die Befreiung vom Nationalsozialismus und die NS-Opfer in den Fokus.

So wird es am Abend des 8. Mai ein antifaschistisches Erinnern an den 80. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus in Babelsberg geben. Zugleich werden Plätze nach Widerstandskämpferinnen und Frauen der Arbeiterinnenbewegung benannt. Die im Juni gezeigte Ausstellung „Meine jüdischen Eltern, meine polnischen Eltern“ porträtiert 15 Personen, geboren zwischen 1939 und 1942, die die erschütternde Geschichte ihres Lebens erzählen und von der Suche nach Spuren ihrer jüdischen Verwandten, Namen und Geburtsdaten berichten.

Informationen und die Broschüre zum Veranstaltungsprogramm, welches von der Landeshauptstadt Potsdam koordiniert wurde, sind hier zu finden: https://www.potsdam.de/de/80-jahre-kriegsende

Antifaschistisch aktiv werden

25. Februar 2025

In der vorgezogenen Bundestagswahl vom 23. Februar 2025 hat die AfD landesweit 20% der Stimmen erreicht, im Land Brandenburg sogar ein Drittel. Sie gewinnt im Osten fast alle Direktmandate und kann selbst in Potsdam deutlich bei den Erst- und Zweitstimmen zulegen. Zeit also, die antifaschistischen Strukturen zu stärken und sich selbst zu organisieren!

Deshalb jetzt Mitglied in der VVN-BdA werden!

Gedenken an den 80. Jahrestag des Todesmarsches durch Potsdam

10. Februar 2025

Rund 60 Personen gedachten am Samstag, den 8. Februar, in der Potsdamer Innenstadt am Alten Markt den Opfern des Todesmarsches aus dem KZ Lieberose, der vor 80 Jahren von Süden kommend durch Potsdam in das KZ Sachsenhausen getrieben wurde. Der Todesmarsch passierte dabei am 7. und 8. Februar 1945 den Ortsteil Drewitz und die Potsdamer Innenstadt. Als VVN-BdA Potsdam haben wir mit der Wählergruppe DIE aNDERE an fünf historischen Orten des Todesmarsches Zaunfelder mit informativen Transparenten aufgestellt. Diese beleuchten den Todesmarsch und das KZ Lieberose im Allgemeinen, thematisieren jedoch auch die lokalen Punkte des Todesmarsches in Potsdam. Mittels eines QR-Codes wird auf unsere Webseite mit weiteren Informationen zum Todesmarsch verwiesen. Das Gedenken und das alternative Gedenkkonzept entstand aus der VVN-BdA Potsdam heraus, weil durch die Stadt Potsdam zum 80. Jahrestag kein Erinnern stattgefunden hatte. Lokale Medien und das Regionalfernsehen RBB berichteten darüber.

Ältere Nachrichten · Neuere Nachrichten