Kampf dem Faschismus! 90 Jahre Spanischer Bürgerkrieg
10. Juli 2026
Samstag, 26. September 2026, ab 14.30 Uhr
freiLand Potsdam, hausZwei, Friedrich-Engels-Str. 22, 14473 Potsdam
Programm:
15:00 Uhr – Vortrag: 90 Jahre Spanischer Bürgerkrieg. Eine Einführung. Von Werner Abel
16:30 Uhr – Vortrag: Zwei Ikonen des Widerstands – Marina Ginestà und Lucía Sánchez Saornil. Von Birgit Kirberg
17:30 Uhr – Kultur: Lieder des antifaschistischen Widerstands. Gesungen vom Berliner Antifa-Chor
Ab 18:00 Uhr Abendessen von der Solikante
19:30 Uhr – Vortrag und Lesung: Egon Erwin Kisch im Spanischen Bürgerkrieg. Von Georg Pichler und Joachim Gatterer
Begleitend: Ausstellung zu den Internationalen Brigaden und Informationsstände
Im Juli 1936, vor 90 Jahren, begann mit dem Putsch rechter Militärs gegen die demokratisch gewählte Regierung der Volksfront der Spanische Bürgerkrieg. Mit ihm erreichte die seit Ende des 19. Jahrhunderts andauernde Auseinandersetzung zwischen Republikaner*innen und Arbeiterbewegung auf der einen sowie rechten Militärs, Großgrundbesitzern, Faschisten und katholischer Kirche auf der anderen Seite ihren Höhepunkt. Durch die rasche Internationalisierung des Krieges – Deutschland und Italien unterstützen die Franquisten, die Sowjetunion die Republik – nahm die Konfrontation den Charakter eines militärischen Vorspiels des Zweiten Weltkriegs an. Da auf Seiten der Republik auch Freiwillige aus 53 Ländern, die Internationalen Brigaden, kämpften, wurde der Spanische Bürgerkrieg zugleich zu einem Sinnbild des linken Internationalismus und der Solidarität.
Nach ihrem Sieg regierten die Militärs mit Francisco Franco an der Spitze bis zu dessen Tod 1975. Noch heute ist der Bürgerkrieg und die sich daran anschließende Diktatur, die ihre Gegner in Konzentrationslager sperrte und zur Zwangsarbeit heranzog, eine Vergangenheit, die nicht vergehen will. Zwar hat die spanische Erinnerungsbewegung in den vergangenen Jahren viel erreicht. Doch noch immer sind viele Massengräber ungeöffnet, und mit dem jüngsten Aufschwung der Faschisten von der Partei Vox stehen längst wieder Kräfte bereit, die offen an den Franquismus anknüpfen.
90 Jahre nach dem Spanischen Bürgerkrieg geht es uns nicht allein um Erinnerung. Wir wollen uns die Geschichte – in all ihren Widersprüchen – vor Augen halten. Der Kampf der Republik gegen ihre faschistischen Gegner im In- und Ausland, ihr Ruf nach Solidarität, dem 33.000 Menschen aus 53 verschiedenen Ländern folgten (davon viele aus Deutschland, Österreich und Italien, wo sie zuvor blutige Niederlagen im Kampf gegen den Faschismus erlitten hatten) ist uns auch eine Mahnung für die Gegenwart. Die Linke braucht mehr denn je Austausch und Vernetzung. Gräben müssen überwunden, Kräfte gebündelt werden für den so wichtigen Kampf, der doch Voraussetzung für alles Kommende ist: den Kampf gegen den Faschismus. In diesem Sinne bleibt der »Schwur von Buchenwald« unser Motto: »Die endgültige Zerschmetterung des Nazismus ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ideal.«
Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!
Veranstalter*innen:
Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/ Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten
KV Potsdam (www.potsdam.vvn-bda.de) und
KV Märkisch-Oderland (www.mol.vvn-bda.de)
Kämpfer und Freunde der Spanischen Republik 1936–1939 e. V. (www.kfsr.info)
Geschichtswerkstatt Rotes Nowawes e. V. (www.rotes-nowawes.de)

